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Flamenco

Bekannt geworden durch die berühmten Tänzer und Tänzerinnen  Andalusiens ist er ein Teil der spanischen  Kultur geworden, der nicht wegzudenken ist.
Flamenco: Getanzte Glut. Immer geht er an die Grenzen. Drückt Liebe und Leidenschaft genauso temperamentvoll aus wie Eifersucht und Hass.

Im Flamenco spiegelt sich das ganze Leben wider, sagt Christina Hoyos, Freude, Liebe, Schmerz, Trauer, Lebenslust. (Christina Hoyos wurde berühmt durch ihre Choreografien im Carlos-Saura-Film „Carmen“ in den 80er Jahren.) Sie tanzt und lehrt noch heute und weiß von der Lebendigkeit dieser Tanzform.

Flamenco klagt nicht an, stachelt nicht auf zu Revolution und Widerstand. Flamenco ist das getanzte Gefühl. Klage, Freude, alle Lebensrhythmen werden getanzt, ausgedrückt.

Flamenco berührt das Herz. Die Tänzerin verbindet sich mit der Musik und „lässt sich bewegen“. Alles in genauer Form in einem relativ fixierten Ablauf, aber kein Tanz gleicht dem anderen, er wird bestimmt durch die Gefühlswelt der Tänzerin oder des Tänzers.

Flamenco ist Musik – Gitarre und Körper. Die Beine schlagen Rhythmus – Zapateados -, verbinden, „erden“ sich mit dem Boden. Die Arme – Port de bras – spielen, erzählen, ergänzen und vervollständigen das Bild, die Form.

„Der spanische Tanz erlaubt der schönen Menschengestalt, sich in natürlichen Bewegungen zu zeigen, die Kastagnetten erzählen vom Pulsschlag des Blutes, der sich zur Leidenschaft steigern kann, jedoch niemals den Bereich des Schönen verlässt …“ schreibt Hans Christian Andersen  in seinem 1866 erschienen Buch „in Spanien“.

Geschichte des Flamenco

Wiege der berühmten Tanzform ist Andalusien zwischen Cadiz und Sevilla, wo die Sonne oft erbarmungslos vom Himmel brennt, wo Melancholie und Lebenslust zu einem tiefen Gefühl verschmelzen.
Schon römische Geschichtsschreiber berichten von einer berühmten Tänzerin aus Cadiz, die nach Rom geladen wurde, um ihre Kunst zu präsentieren- den ersten Vorläufer des Flamenco. Als später die Araber nach Spanien kamen, nahmen sie die andalusische Volksmusik auf, vermengten sie mit der ihren und pflegten sie weiter – daher die starken Anklänge  arabischer Melodik in der Flamencomusik.
Nach der Vertreibung der Mauren mischten sich jene, die bleiben wollten, mit den Zigeunern, die halbwegs akzeptiert waren. Man traf sich heimlich um zu musizieren. Gemeinsam kultivierten Araber und Zigeuner die Gesänge und Tänze Andalusiens und so entstand der Flamenco als eine geniale Synthese verschiedener Folkloren, als Ausdrucksform der vom Schicksal benachteiligten, der Menschen am Rande der Gesellschaft.
Erst im 18. Jahrhundert, als Karl der III den Zigeunern mehr Freiheiten zubilligte, wurde der Flamenco auch bei den Wallfahrten und Jahrmärkten getanzt. Mit den Jahren entwickelten sich die verschiedenen Ausprägungen des Tanzes zu einer regelrechten Kunstform, und inzwischen haben Bulerias, Soleares, Fandangos und Seguidillas die Bühnen der Welt erobert.
Begleitet werden die Sänger bis heute nur von Gitarren sowie vom Rhythmus klatschender Hände und trommelnder Füße. Die Texte erzählen  fast immer von Schmerz, Eifersucht, Leidenschaft und Liebesleid.

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